✨Über BIZ – vom Faden zur Farbe zur eigenen Welt

BIZ war schon als Kind von allem begeistert, was mit textilem Gestalten zu tun hatte – gefördert von einem künstlerischen Elternhaus und einer inspirierenden Handarbeitslehrerin.
Der Traum, nach dem Abitur eine Ausbildung zur Stickerin zu machen, scheiterte an fehlenden Ausbildungsplätzen. Rückblickend ist sie heute fast dankbar dafür – mit 18 hätte sie vermutlich den Frust und die Realität dieses Berufs nur schwer verkraftet.
Nach dem Abitur ging sie als Au-pair nach Kanada – ein Abenteuer, das nicht nur die Sprache, sondern auch die Welt öffnete.
Zurück in Deutschland führte der Weg über eine Rezeption ins Hotelleben, später dann in ein Kinderheim, wo sie erstmals ihre textilen Fähigkeiten mit sozialer Arbeit verband.
Ein Studium der Sozialarbeit war der nächste Schritt – aber nicht der richtige. Stattdessen folgten viele Jahre in verschiedensten Dienstleistungsbereichen – mit jeder Station wuchs das Wissen, das sie heute für ihre vielseitige Selbstständigkeit nutzt.
Mit Ende 20 zog es sie nach Hamburg – und dort wurde eine spontane Entscheidung zur Weichenstellung: Ausbildung zur Logistikfachfrau. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies. In der Luftfracht und der internationalen Airline-Welt war sie angekommen – organisationsstark, reiselustig, neugierig.
Und das Herz blieb trotzdem bei Nadel und Faden…

✈️ Zwischen Nadeln, Nerven und Neustart

In dieser Zeit ließ sich BIZ nach langem, sturem NEIN schließlich doch überzeugen, dass auch England eine Reise wert sei.
Dort entdeckte sie die Royal School of Needlework – und wusste sofort: Da will ich hin!
Eine dreijährige Ausbildung war als Nicht-Engländerin leider nicht möglich, doch die „Certificated Classes“ standen allen offen. Also kratzte sie ihr ganzes Geld zusammen, überwand ihre Flugangst – und flog ein ganzes Jahr lang jede Woche nach London, um dort zu lernen.
Was sie nicht ahnte: Zeitgleich begann die erste Golfkrise, die vor allem den Frankfurter Flughafen stark traf – und damit auch ihren Arbeitsplatz. „Last in, first out“ hieß es viermal – jedes Mal aufs Neue.
Zusätzlich kamen gesundheitliche Herausforderungen: eine chronische Schmerzkrankheit und eine komplexe Traumafolgestörung.
Mit Anfang 40 war es alles andere als leicht, wieder Fuß zu fassen.
Doch als nach ihrer Ausbildung in London der nächste berufliche Umbruch anstand, fasste sie einen Entschluss:

Und das war – rückblickend – die beste Entscheidung ihres Lebens.

„Okay. Ich bin jetzt ganz mutig – und mache etwas, was eigentlich gar nicht geht.“

Und das war – rückblickend – die beste Entscheidung ihres Lebens.

💡 Seit 1995: Kreativität mit Herz und Haltung

Seit 1995 führt BIZ nun ihr eigenes Unternehmen, mit viel Herz, tiefem Wissen – und einer Leidenschaft für textile Gestaltung, die alles andere mitreißt.
Was als mutiger Schritt ins Ungewisse begann, ist heute ein kreatives Zentrum geworden – bunt, stark, lebendig.

🌟 Zwei Namen. Eine Mission.

Seitdem ist das Leben keineswegs geradlinig verlaufen – doch es ist reich geworden:
Reich an Freude, an Begegnungen, an Farben und an der tiefen Gewissheit, etwas ganz Besonderes zu bewahren – die Kunst der Handstickerei.
Mit dem Start ihres eigenen Unternehmens im Jahr 1995 traf BIZ eine bewusste Entscheidung:
Sie würde von nun an beide ihrer Vornamen tragen

Bärbel, die Suchende, die Fremde, die Reisende.
Und Ingeborg, die Bewahrende, die Hüterin, die Verwurzelte.
Toch for Two – ©BIZ